Steg- / Teleskop- / Locatortechnik

Implantate fixieren herausnehmbaren Zahnersatz


Im Unterkiefer kann herausnehmbarer Zahnersatz bereits mit 2, besser aber 4 Implantaten fixiert werden. Im Oberkiefer ist die Knochenstruktur insgesamt weicher, daher sind dort 4 – 6 Implantate zur ausreichenden Verankerung zu empfehlen.

Stegversorgung (Stegprothese)


Die Stegversorgung ist das älteste und bewährteste Konzept für Implantat getragenen Zahnersatz. Mit diesem Versorgungskonzept hat die Erfolgsgeschichte der Implantologie in den 1970er Jahren begonnen.
Die besondere Stabilität bekommt das System über die Verbindung der einzelnen Implantate durch Stege. Die individuell gefräste starre Verbindung trägt dann optional eine passgenaue Galvanohaut, die in einem CAD/CAM gefertigten Stegmantel (Tertiärgerüst) verklebt ist. Der Halt wird zusätzlich über feinmechanische Elemente wie Reiter oder Riegel gesichert.

Individuelle Stege sind zahntechnisch anspruchsvoll zu fertigen und zählen deshalb zu den aufwendigeren Versorgungsformen.
Bei nur zwei Implantaten ist ein Kippen (Rotation) der Prothese über dem Steg möglich - unsere Empfehlung in diesem Fall ist eine durch Locator getragene Prothese.

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Locator-prothese

Sicherer Tragekomfort bei einfacher Handhabung

Der Locator ist ein Verankerungssystem, das in der Regel auf mindestens zwei Implantaten zum Einsatz kommt. Der herausnehmbare Zahnersatz wird dabei komfortabel und sicher über Druckknöpfe fixiert. In der modernen Zahntechnik übernimmt diese Versorgung zunehmend die Führungsrolle bei Implantat gestützten Totalprothesen im Unterkiefer. Bei mehr als zwei Implantaten in einem Kiefer ist in Abhängigkeit zur jeweiligen Implantatposition diese Versorgungsform statisch zu hinterfragen und eine Steg- oder Teleskoplösung der Vorrang zu geben.

 

TELESKOP- / KONUSKRONEN-PROTHESE


Wie funktioniert die Teleskopprothese als herausnehmbarer Zahnersatz?

In der Zahnmedizin versteht man unter der Teleskoparbeit eine Versorgung mit einer Teleskopbrücke oder einer Teleskopprothese als herausnehmbaren Zahnersatz.
Die Teleskopprothese besteht aus zwei Teilen, die man als Primär- und als Sekundärteil bezeichnet. Das Primärteil (auch Innenteleskop genannt) wird entweder auf Restzähnen oder auf Implantaten fixiert, die jeweils als Pfeiler oder Stützen dienen. Beide Pfeilersysteme können auch miteinander kombiniert werden, wir sprechen in diesem Fall von einer strategischen Pfeilervermehrung. Das Sekundärteil wird – wie der Name sagt – teleskopartig darauf geschoben und sitzt dank modernster Technologie und passgenauer Anfertigung im Dentallabor perfekt.
Die Befestigungen sind unsichtbar. Damit ist die Teleskopprothese oder -brücke fast nicht als Zahnersatz erkennbar. Die von Implantaten getragene Teleskoparbeit ist sehr stabil und sitzt sehr fest. Trotzdem kann durch den Teleskopmechanismus der Zahnersatz problemlos für die tägliche Reinigung herausgenommen werden. Ein weiterer Vorteil ist die einfache Erweiterbarkeit, sofern dies nötig wird. Außerdem beugen die künstlichen Zahnwurzeln dem Knochenschwund vor, weil der Kiefer dadurch auf natürliche Weise belastet wird.
Eine Teleskoparbeit als herausnehmbarer Zahnersatz ist ästhetisch sehr ansprechend und bietet auch anspruchsvollen Patienten eine sehr zufriedenstellende Lösung, die allerdings mit höherem finanziellem Aufwand verbunden ist.

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